XYLON - Museum + Werkstätten - Programm 2011

 
22.10. – 04.12.2011
Ausstellung der F-Gruppe
Künstler aus der Partnerstadt Pápa/Ungarn

Die Gruppe wurde 2004 von sechs Künstlern gegründet. Die Bezeichnung „F“ steht für FIGURATIV. In ihren Werken experimentieren die Künstler mit der Neuentdeckung der figurativen Darstellung, mit der Erschaffung neuer Sichtweisen.Der Mensch, der sein Schicksal selbst bestimmt, steht im Mittelpunkt. Seine Gestaltung ist ein Gemisch vom Expressivsein und Surrealistischem an die Gestalt und Lage eines denkenden Menschen, der nach seiner Existenz forscht und sich von seinen Verpflichtungen befreien möchte.


Vernissage: 22.10.2011, 17 Uhr.

Begrüßung:
Otto Mindhoff, 1. Vorsitzender XYLON-Museum + Werkstätten e.V.
Dr. René Pöltl, Oberbürgermeister von Schwetzingen

Grusswort:
Tamás Unger, stv. Bürgermeister von Pápa

Einführung in die Ausstellung:
Künstler der F-Gruppe

Musik:
Aniko Soltesz-Schaden, Violine
Jochen Braunstein, Klavier


      



 
23.07. – 28.08.2011
Annemarie Hein "Den Himmel abbeißen"
Holzschnittmalerei, Malerei, Zeichnung, Experimentalfilm

So lautet der Titel der Ausstellung von Annemarie Hein, die ab dem 23.7.2011 im Xylon-Museum in Schwetzingen zu sehen sein wird. Ob die freischaffende Künstlerin aus Esslingen vom Paradies kosten lässt? Zumindest hat die Schöpfung einen prominenten Platz in ihrer Malerei, Holzschnittmalerei, ihren Zeichnungen und einem Experimentalfilm. Annemarie Hein zeigt uns Verborgenes. Nicht etwa aus der Tiefsee oder von den fernen Kontinenten der Fernsehreportage! Ihre Entdeckungen sind allzu bekannt und übersehen. Sie "vergeistigt und monumentalisiert" alltägliche Kreaturen, "die wir gerne übersehen, wegfegen oder ausrotten, die mit Phobien belegt sind, oder ein missachtetes Dasein führen": Insekten und Spinnen, Unken, Mohnblumen oder Kühe treten uns bei ihr "auf Augenhöhe" entgegen, zeigen Charakter, Schönheit, Verletzlichkeit. Frei von Monstrosität, haben sie an der einen Schöpfung Teil, sind Kreaturen, denen wir mit Ehrfurcht oder wenigstens Respekt begegnen sollten.
In der künstlerischen Arbeit wird daraus Sorgfalt: ein Jahr lang beobachtete Annemarie Hein Kreuzspinnen, bevor sie "binnen eineinhalb Jahren ein 6 x 5 x 5 Meter großes Environment" webte. Im Anschluss daran entstand der Experimentalfilm »SPINNENNETZE - ein alltäglicher Raum«, mit Musikauszügen von György Ligeti, der für das Internationale Kurzfilmfestival 2. Berliner Surreale nominiert, und neben Beiträgen von Peter Weiss und Luis Buñuel gezeigt wurde.
Beschleunigender menschlicher Leichtsinn oder Überheblichkeit kreieren nicht nur Neues, sondern produzieren auch massenhaft Verluste. Annemarie Hein bemüht sich, das Bild des Verlorenen zu archivieren und präsent zu halten. Seit 16 Jahren hat sie mit wissenschaftlicher Unterstützung eine Imagosammlung ausgestorbener Schmetterlinge zusammengetragen. In einem Raum installiert, können sie eine "flimmernde, schwirrende Schönheit" erfahrbar machen. Derzeit umfasst diese Sammlung 689 in Gouache, Eitempera und Öl gemalte Arten, die uns an das erinnern, was wir leichtfertig übersehen haben, und nun nicht mehr sehen werden.

Ralph Cahn, Ludwig-Maximilians-Universität München

Vernissage: 23.07.2011, 17 Uhr.

Begrüßung: Otto Mindhoff, 1. Vorsitzender XYLON-Museum
+ Werkstätten e.V.
Einführung in die Ausstellung: Barbara Bechtel, Kunsthistorikerin
Gesang: Alena Leja, Mährische Liebeslieder


      



 
09.04. – 08.05.2011
Arbeiten von Dieter Otto Berschinski
Dieter Otto Berschinski stellt seit 2001 wieder seine Werke im XYLON-Museum+Werkstätten in Schwetzingen aus.
Seitdem ist der K¨nstler seinem Stil treu geblieben. Er arbeitet zu meist in zwei künstlerischen Techniken, die sich befruchten und ergänzen: der Malerei in Acryl und Ölfarben, sowie dem vielfältigen Holzschnitt. In den Ausstellungsräumen des XYLONS fallen den Besuchern zunächst Bilder in unterschiedlichsten Formaten ins Auge. Tiefe Blautöne, sattes Rot, leuchtendes Gelb erzeugen heitere Stimmungen in satter Farbigkeit. Beim Annähern an einzelne Bilder erkennt man viele kleine Figuren und verschlüsselte Zeichen, die im Bildraum zu schweben scheinen. Sie strahlen voll Gel/ouml;stheit, Heiterkeit und innerer Dynamik aus. Berschinski gestaltet großzügig und entschlossen, aber nicht wild. Die Kraft der Farbe, die Sicherheit der Komposition verleihen Zusammenhalt und Stabilität. Viele seiner Arbeiten tragen den Titel "Fragment", "Arles", "Gilgamesch" oder "Enkidu". Der Betrachter ist geneigt, an die Keilschrift des Zweistromlandes zu denken, an Listen oder knappe Botschaften.
"Arles" oder "Gilgamesch", die Titel sind nur Gedankenmacher. Das Entscheidende ist die Fähigkeit der Transformation. Darin ist der Künstler Realist, auch wenn er auf gegenständliche Formen verzichtet, wecken seine Bilder doch das Lebendige der Welt. Seine Arbeiten sind "Schrifttafelbilder". Sie geben Nachricht von der Welt, ihrer Metaphysik und ihren Aphorismen. Katalog zur Ausstellung 10 EUR.

Vernissage: 09.04.2011, 17 Uhr.

Begrüßung: Otto Mindhoff, 1. Vorsitzender XYLON-Museum + Werkstätten e.V.
Einführung in die Ausstellung: Dr. Friedhelm Häring, Direktor des Oberhessischen Museums in Gießen.
Musikalische Umrahmung: Lola Demur, PianoMartina Netzer, Gesang.

      





 
21.05. – 10.07.2011
Achim Freyer
"Versuchung am Ring"
Von der Malerei zum Theater zur Malerei

Achim Freyer ist als Theaterregisseur, Bühnen- und Kostümbildner, zusammen mit seiner Tochter Amanda, weltweit beka nnt und anerkannt. Bei den Schwetzinger Festspielen, am Mannheimer Nationaltheater hat er seit Jahren sein Publikum in unsere r Region in banngezogen und aufgerüttelt.
Sein anderes Arbeitsfeld, weniger bekannt, ist die freie bildnerische Gestaltung, aus der er wiederum Inspirationen für seine Bühnenkunst bezieht.
Nach seiner Rückkehr aus Los Angeles, wo er den gesamten "Ring" von Richard Wagner inszenierte, zeigt das XYLON-Museum i n Schwetzingen erstmals unter dem Titel "Versuchung am Ring" seine bildnerische Auseinandersetzung zu diesem Thema.

Vernissage: 21.05.2011, 17 Uhr.

Begrüßung und Einführung:
Achim Freyer